Bergen, Ordnen, Restaurieren

Ein Blick hinter die Kulissen

Am Nachmittag des 3. März 2009 lagen nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs mit den Archivalien einmalige, nicht reproduzierbare Zeugnisse aus über tausend Jahren Kölner und rheinischer Geschichte inmitten von Tonnen an Schutt und Trümmern.

Innerhalb eines halben Jahres konnten mit der Unterstützung von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Archivmitarbeitern und unzähligen Freiwilligen rund 85 Prozent der Bestände geborgen werden. Schwieriger gestaltete sich die Bergung der Archivalien, die unter das Straßenniveau gestürzt waren und zu deren Rettung ein aufwendiges Bergungsbauwerk errichtet werden musste. Das bei der sogenannten Grundwasserbergung geborgene, nasse Archivgut wurde direkt bei -22 Grad schockgefroren, um weitere Beschädigungen zu stoppen. Mit Abschluss der Grundwasserbergung am 8. August 2011 erhöhte sich die Quote der geborgenen Archivalien auf ca. 95 Prozent des Gesamtbestands.